
Junge Menschen aus bildungsfernen Schichten wählen zunehmend den Weg an die Hochschule und Studiengebühren haben keinen spürbaren Einfluss auf die Studienortwahl. Zu diesen Ergebnissen kommt die 19. Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Situation der Studierenden.
Die Ergebnisse der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, durchgeführt von HIS Hochschul-Informations-System, basieren auf der im Sommersemester 2009 durchgeführten, repräsentativen schriftlichen Befragung, an der sich 16.370 Studierende aus 210 Hochschulen beteiligt haben. Die seit 1951 durchgeführten Sozialerhebungen ist die längste Untersuchungsreihe, die es außerhalb der amtlichen Statistik in Deutschland in der empirischen Studierenden- und Hochschulforschung gibt.
Die Ergebnisse zu folgenden Themenfeldern: Hochschulzugang, Bildungsbeteiligung, Sozio-demographische Merkmale der Studierenden, Studienfinanzierung - Einnahmen der Studierenden, Lebenshaltungskosten - ausgewählte Ausgabenpositionen, Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG, Zeitbudget, Studentische Erwerbstätigkeit, Wohnsituation, Gastronomische Einrichtungen im Hochschulbereich - Mensa und Cafeteria, Beratungs- und Informationsbedarf sowie Studierende mit Migrationshintergrund werden auf rd. 500 Seiten dargestellt. Darüber hinaus werden Anfang 2011 zwei Sonderberichte zu den Themen Studierende im Bachelor-Studium und Ausländische Studierende in Deutschland sowie deutsche Studierende im Ausland veröffentlicht.
Das BMBF finanziert direkt oder indirekt einen erheblichen Teil der Programme zur Unterstützung der Studierenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses. Allen einschlägigen Studien zufolge steigt der Bedarf an wissenschaftlich und technisch ausgebildeten Arbeitskräften in Deutschland weiter an. Die Lage wird dadurch verschärft, dass in den nächsten Jahren in Deutschland überproportional viele Wissenschaftler durch Erreichen der Altersgrenze aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
Die Verfügbarkeit hoch qualifizierter Arbeitskräfte ist ein entscheidender Faktor für Erfolg und Misserfolg im verschärften Wettbewerb der Wissensgesellschaften des 21. Jahrhunderts. Eine Innovationspolitik, die den Herausforderungen des globalen Wettbewerbs gerecht werden will, muss der Erneuerung und Förderung von Bildung und Ausbildung hohe Priorität beimessen.
Der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen kommt dabei herausragende Bedeutung zu. Die Bundesregierung wird auch in Zukunft ihren Beitrag dazu leisten.
Im Auftrag des BMBF hat die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) in einer aktuellen Befragung der Studienanfänger die Wahlmotive und Bewertungen des Studienortes im Vergleich zwischen neuen und alten Ländern analysiert. Die Wanderungsbewegungen der Studienanfänger zwischen den alten und neuen Bundesländern ist insgesamt gering, 92% aller Studienanfänger in Deutschland bleiben in ihrer jeweiligen Region. Die Studie verweist auf das Potenzial der Hochschulen in den neuen Ländern, wie z. B. ihre geringere Größe mit den günstigen Betreuungsrelationen, das fachspezifische Angebot oder finanzielle Vorzüge wie geringere Lebenshaltungskosten. Sie zeigt aber auch, dass - neben der Heimatnähe - gerade das gute Image einer Hochschule und die Attraktivität des Hochschulstandorts Kriterien sind, die als wichtige Argumente für eine Hochschule in den alten Ländern genannt werden. Insgesamt wurde das den fachlichen Interessen entsprechende Angebot am häufigsten als Grund für den Studienort genannt (25%), gefolgt von der Nähe zum Heimatort (18%).
Die HIS-Studie liefert wertvolle Hinweise für die geplante gemeinsame Strategie zur Werbung für die Studienstandorte und Studienangebote der ostdeutschen Länder. Der Bund und die ostdeutschen Länder haben sich auf eine entsprechende Kampagne verständigt, die der Umsetzung des Hochschulpakt 2020 dient. Damit in Ostdeutschland die vereinbarten Studienanfängerzahlen gehalten werden können, müssen mehr ostdeutsche Studienberechtigte für ein Hochschulstudium in den neuen Ländern bleiben und mehr Studieninteressierte aus den westdeutschen Ländern für diese Studienorte geworben werden. Die Studie der HIS zeigt, dass die geplante gemeinsame Werbe- und Marketingkampagne hierfür ein wichtiger Ansatz ist.
Um Bildungsdefizite auszugleichen, fehlt es für den Einzelnen vielfach an den finanziellen Mitteln. Das BMBF finanziert deshalb zahlreiche Förderprogramme in fast allen Bereichen der Bildung. Viele dieser Programme wie BAföG, Meister-BaföG und andere sind als individuelle Unterstützungsmaßnahme ausgelegt.
Im vielen Bereichen der Bildung gibt es eine ganze Reihe von Förderprogrammen oder -maßnahmen des BMBF.
Mit Sofort- oder Sonderprogrammen (Jugendsofortprogramm, JUMP; Ausbildungsentwickler / Lehrstellenentwickler) sollen Jugendlichen zusätzliche Ausbildungsplätze angeboten werden. Weitere Initiativen beschäftigen sich mit der Früherkennung von Qualitätserfordernissen (Forschungsnetz FreQueNz), andere Förderprogramme schwerpunktmäßig mit der Verbundausbildung. Insbesondere bei jungen Firmen aus dem IT-, Medien- und Dienstleistungsbereich werden Ausbildungsplätze häufig nur durch die Einrichtung von Verbundausbildung gewonnen.
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(URL: http://www.bmbf.de/en/846.php)
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Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit (URL: http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digital_kultur.pdf)
[PDF - 549,2 kB]

Deutschsprachige Zusammenfassung des Abschlussberichts "Synopsis of Indicators" (URL: http://www.bmbf.de/pub/zusammenfassung_eurostudent_de.pdf)
[PDF - 177,2 kB]
Ergebnisse einer Berechnung des Studienabbruchs auf der Basis des Absolventenjahrgangs 2006. HIS GmbH (URL: http://www.bmbf.de/pub/his-projektbericht-studienabbruch.pdf)
[PDF - 951,3 kB]

Ergebnisse aus der Befragung der Studienanfänger des Wintersemesters 2006/07 (URL: http://www.bmbf.de/pub/hisbusstudie_studienstandort.pdf)
[PDF - 2,08 MB]

Dokumentation. DUZ-Sonderheft (URL: http://www.bmbf.de/pub/DUZ.pdf)
[PDF - 322,9 kB]

Gesellschaftliches Engagement deutscher Studierender. HISBUS Kurzinformation Nr. 15 (URL: http://www.bmbf.de/pub/hisbus_15.pdf)
[PDF - 483,4 kB]

Die soziale und ökonomische Lage der Studierenden. Daten aus 11 Ländern der EU (URL: http://www.bmbf.de/pub/eurostudent_report_2005.pdf)

19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System
2010, 586 Seiten
Bestell-Nr.: 30530
Download [PDF - 2,53 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/wsldsl_2009.pdf)

19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System - Ausgewählte Ergebnisse -
2010, 42 Seiten
Bestell-Nr.: 30526
Download [PDF - 4,09 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/wsldsl_2009_kurzfassung.pdf)

Empirische Expertise auf der Grundlage des Studierendensurveys
2006, 32 Seiten
Download [PDF - 580,8 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/wissenschaftlicher_nachwuchs_unter_den_studierenden.pdf)

Ergebnisse der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) durchgeführt durch HIS Hochschul-Informations-System
2005, 96 Seiten
Download [PDF - 1,29 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/internationalisierung_des_studiums_2005.pdf)

Results of the 17th Social Survey of the Deutsches Studentenwerk (DSW) conducted by HIS Hochschul-Informations-System
2005, 96 Seiten
Download [PDF - 1,22 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/internationalization_of_higher_education_2005.pdf)

Eine Befragung der Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen des Prüfungsjahres 2001
2004, 200 Seiten
Download [PDF - 1,94 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/his_projektbericht_12_03.pdf)

Statistischer Überblick 1991 bis 2001
2004, 24 Seiten
Bestell-Nr.: 30037
Download [PDF - 1,31 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/deutsche_studierende_im_ausland_1991-2001.pdf)
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Der Studienkompasses will zur Aufnahme eines Studiums motivieren. Schirmherrin ist Bundesministerin Dr. Annette Schavan (URL: http://www.studienkompass.de/)