Trading

BaFin nimmt Anbieter von Differenzkontrakten (CFD) in’s Visier

In Deutschland gibt es aktuell 50.000 aktive Trader verschiedener Finanzprodukte. Im Vorjahr 2015 waren es noch 3.000 private Händler weniger. Damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich sehr weit vorne: nur Großbritannien kann mehr aktive Trader vorweisen, ca. 81.000 Menschen sind dort regelmäßig an den Finanzmärkten im Handel.

Damit ist der Tradingmarkt in Deutschland größer als in Spanien und Frankreich zusammen. Und die Tendenz ist klar, gemeinsam mit Singapur liegt die BRD mit 6% Wachstumsrate der Händlergemeinde global ganz vorne.

Den größten Zulauf bekommen momentan die CFD-Broker. CFD bedeutet „Contract Of Difference“, es handelt sich also um Differenzkontrakte. Hierbei wird auf steigende oder fallende Kurse gesetzt, meist mit extremen Hebeln. So wetten oft auch unerfahrene Trader mit Hebeln von 1:500 auf Kursveränderungen von Aktien, Indizes, Devisen oder Rohstoffen.

Der Markt der Online-Broker, die CFD anbieten ist zweigeteilt. Aggressiv werbende Broker, wie plus500 bieten einfach zu bedienende Interfaces und Mobile-Trading-Applikationen. Die Gratwanderung zwischen Newbie-Einführung in vernünftigen Handel und dem Versprechen von schnellen Gewinnen ist schwierig zu betrachten und die Übergänge fließend.

Etablierte Broker wie CMC Markets und IG Markets wehren sich natürlich gegen ein schlechtes Image der Branche und setzen klare Zeichen, was Money Management und Anlagestrategie betrifft. Craig Inglis von CMC Markets sagt beispielsweise offen: „Das Problem bei CFD ist nicht das Risiko, sondern die irreführende Werbung und die hohen Renditeversprechungen einiger Anbieter“.

Aktuell prüft die BaFin im Zuge des Verbraucherschutzes, ob und inwieweit CFD zu regulieren sind und denkt sogar über Verbote nach. Bei Bonitätsanleihen hat die Finanzaufsichtsbehörde bereits konkrete Schritte in die Wege geleitet und eine Eliminierung der Bonitätsanleihen steht im Raum. Dasselbe oder ein ähnliches Schicksal könnte auch den Differenzkontrakten drohen, es bleibt spannend.

Android

Die Geschichte von Android anhand der Versionshistorie

Acht von Zehn Smartphones laufen heute mit Android. Das ist ein unfassbarer Marktanteil. Es scheint so, als hätte es nie etwas anderes gegeben. So ist es aber nicht.

Wie Google Android zum größten Smartphone-OS machte

2003 kaufte Google eine Softwarefirma namens Android. Der heute bekannte Entwickler Andy Rubin hat damals mit seinem Team verschiedene Betriebssysteme für Digitalkameras und Mobiltelefone hergestellt. Google übernahm die Firma und machte sie dicht. Man hörte nichts mehr.

Vier Jahre später verkündet der Suchmaschinen-Riese mit 33 Partnern ein mobiles Betriebssystem für Smartphones zu veröffentlichen. Wie sieht die Geschichte von Android bis heute aus? Hier die Major-Versionssprünge von Android als Betriebssystem.

Der Anfang – Android-Base Version 1

Android begann bereits in Version 1.0 mit einem Hauf an Features. Neben bereits integriertem Kalender, einem Mail-Client und YouTube, konnte Android von Anfang an mit einem App-Store, damals noch mit dem Namen „Android Market“, punkten. Die Konkurrenz von Apple hat hier einige Monate gebraucht um den App-Store an den Start zu bringen. Viele wissen nicht, dass das erste iPhone ohne jeglichen Drittentwickler App-Support auf den Markt kam.

Der nächste große Schritt: Froyo Version 2.2

Nach drei Versionen mit den Namen Cupcake, Donut und Eclair kam 2010 Froyo an den Start. Hier verbesserte sich die Geschwindigkeit von Android fundamental. Weiter wurden Displays mit hoher Bildschirmauflösung unterstützt, was definitiv das Zeitalter von größeren Smartphones einläutete.

Das Tablet-Update: Honeycomb Version 3.0

Version 3.0 von Android war ein reines Tablet-Update. Google versuchte im Februar 2011 die Tablet-Welt zu übernehmen. Honeycomb erschien und brachte für Tablets ein angepasstes Interface, das Tablet-Nutzern half, sich auf Ihrem Gerät zurecht zu finden. Vor allem am Interface wurde heftig geschraubt. Bis heute ist Android auf Tablets den Smartphones Meilen hinterher. Dagegen konnte auch Honeycomb nichts machen.

Android findet in die Neuzeit: Ice Cream Sandwich Version 4.0

Mit Android Ice Cream Sandwich begann für Android die Neuzeit. 2011 bekam Android eine komplette Überarbeitung, die vorallem das Gefühl bei der Nutzung mit Smartphones auf ein neues Level hob. Eine komplette Überarbeitung der Oberfläche und viele kluge kleine Änderungen im Hinterstübchen des Systems machten Ice Cream Sandwich zu einem der Wichtigsten. Bis heute haben es eine Menge Smartphones nicht auf diese Version geschafft und hängen immer noch bei Versionen jenseits von 2.x, damit hat Version 4 mit vielen neuen Geräten die Android-Neuzeit eingeläutet.

Der gute Schokoladenriegel unter den Updates: KitKat Version 4.4

Android 4.4, zwei Jahre nach dem letzten großen Update, erschien 2013. Damit wurde das Mobil-OS erwachsen. Die quietschigen Farben und Ecken im System verschwanden. Viele transparente Bedienelemente kamen in den Vordergrund und gaben Android einen erwachsenen Stil. Im Hintergrund passierte eine Menge. Mit NFC- und zRam-Unerstützung, sowie Systemweite Druck-Möglichkeiten zähle ich nur wenige der vielen Inhalte vom KitKat-Update auf.

Im heute angekommen: Lollipop Version 5.0

Heute fährt man zumeist noch mit der Version 5.0, genannt Lollipop. Mit diesem Schritt wurde Material-Design eingeführt, was dem Mobil-OS für die lange Zukunft ein detailliert ausgearbeiteten Style-Guide verpasst, der bis jetzt weite Wellen schlägt. Weiter brachte Lollipop die Unterstützung für 64-Bit CPUs, womit sich Smartphones und Tablets auf die Stufe von aktuellen Rechnern stellen könnten.

Die Zukunft: Marshmallow Version 6

Kauft man sich ein neues Android-Smartphone, so sollte man darauf achten, dass es mit der neusten Version von Android, Version 6 geliefert wird. Mit Googles „Now on Tap“-Feature verzahnt der Konzern Google die Suchmaschine weiter mit seinem Betriebssystem. Kontext-verbundene Suchen sollen dem Nutzer helfen schneller und einfacher das zu finden, wonach er in Chats und im E-Mail-Verkehr sucht. Fragt die Freundin in welchem Restaurant man Abends essen gehen könnte, so lässt sich mit nur einer Aktion genau dies suchen. Das ist umstritten, weil Google damit endgültig bei den Daten der Nutzer mitliest und diese Information durch die Suchanfrage auf den eigenen Server lädt.

Ebenfalls in Version 6 enthalten: Nativer Fingerabdruck-Support und mit USB-Type-C ein neuer Stecker zum Aufladen.

Gute Quelle für Android-Themen: der Androidblog